Theater: kultBurG-Verein startet im Juni neue Veranstaltungsreihe in der Alzenauer Burg

Alzenau Mit zwei Versionen von Shakespeare-Stücken startet der Theaterverein kultBurG im Juni die Saison des Freilufttheaters in der Alzenauer Burg. Es ist dies gleichzeitig der Beginn einer neuen Veranstaltungsreihe »kultBurG Open«, die jedes Jahr in der Burg stattfinden soll.

Hintergrund ist, dass der Theaterverein laut Stadtratsbeschluss nicht mehr bei den Alzenauer Burgfestspielen auftreten darf.Shakespeares »Sommernachtstraum« in einer Version für Kinder und Jugendliche zeigen die kultBurG-Kids im oberen Hof der Burg Alzenau.

Die Festspiele, die der Verein vor zehn Jahren mit ins Leben gerufen hat, sollen künftig allein professionellen Theatergruppen vorbehalten sein. Der neue Alzenauer Bürgermeister Alexander Legler hat dem Verein aber angeboten, unabhängig von der Stadt im oberen Burghof eine eigene Veranstaltungsreihe zu begründen.

Stück von Kindern für Kinder

Premiere der neuen Reihe ist in diesem Jahr mit zwei Komödien des englischen Theater-Genies, dem Klassiker »Sommernachtstraum« und dem weithin unbekannten Stück »Verlorene Liebesmüh«. Beide Stücke werden allerdings nicht in der Originalversion gezeigt, sondern jeweils in einer stark veränderten Bearbeitung. Beim Sommernachtstraum in der Bearbeitung von Stefan Schroeder handelt es sich um eine Version für Kinder und Jugendliche, die auch von der Nachwuchsgruppe des Vereins, den kultBurG-Kids gespielt wird. Regie hat Stefka Huelsz-Träger, die in den vergangenen Jahren die Kinderstücke in der Burg inszeniert hat.

 

Mit viel Elan und Situationskomik wird das berühmte Stück neu erzählt. Prinzessin Hermia soll Demetrius heiraten, liebt aber Lysander. Hermias Schwester Helena liebt Demetrius, der aber nur Hermia will. Hermia und Lysander fliehen in den Wald, verfolgt von Helena und Demetrius. Dort haben der König und die Königin der Waldgeister gerade eine Ehekrise, die der König mit Hilfe einer Zauberblume zu beheben sucht. Wer den Duft dieser Blume einatmet, verliebt er sich in das erste Wesen, das er sieht. Und natürlich geht dabei einiges schief...

Einiges schief geht auch beim zweiten Stück, der selten gespielten Komödie »Verlorene Liebesmüh«. Hier geht es um einen Eid, den der an Liebeskummer leidende König von Navarra mit seinen drei besten Freunden geleistet hat: drei Jahre lang keine Frau anzurühren und sich alleine den Wissenschaften zu widmen.

Ein verhängnisvoller Schwur

Doch kaum ist jener Schwur besiegelt, steht der Grund für den Liebeskummer des Königs, die Prinzessin von Frankreich, vor seiner Tür. Und sie hat ausgerechnet jene drei Hofdamen mitgebracht, in die sich seine drei Freunde bei ihrem Aufenthalt am französischen Hof verguckt haben.

Jetzt ist guter Rat teuer. Soll und darf man einen Eid brechen? Diener Schädel soll insgeheim für jeden der vier Herren vermitteln, schafft jedoch nur noch mehr Chaos, als er die Liebesbriefe vertauscht. Doch auch die Damen stellen ihre Bedingungen…

Bei der Inszenierung der kultBurG (Regie: Josef Pömmerl) handelt es sich um eine Bearbeitung von Horst Jüssen. Aus dem textlastigen Original hat der Schauspieler und Autor - einem breiteren Publikum bekannt aus der ersten deutschen Satireshow Klimbim - ein flottes Boulevardstück gemacht, das weiterhin eines beweist: Shakespeare hat die stärksten Frauenfiguren für die Theaterbühne geschrieben.

Aufführungstermine

Alle Aufführungen sind im oberen Burghof. Premiere von »Verlorene Liebesmüh« ist am Freitag, 8. Juni; weitere Aufführungen sind am 10., 15., 16., 23. und 24. Juni; freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr. Der »Sommernachtstraum« läuft am Samstag, 16. Juni, um 15 Uhr und am Sonntag, 17. Juni, um 11 Uhr. redVorverkauf im Verkehrsamt der Stadt Alzenau sowie bei Schreibwaren Drechsler in Kahl und Regenbogen in Mömbris.

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