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Endlich können wir uns auch ein paar superschöne Bilder von der Sonntag-Mittag-Wegen-Regen-Ersatzvorstellung von "Irma la Douce" ansehen. Vielen Dank Ursula für die CD. 🙂 |
Zehn Jahre besteht der Alzenauer Theaterverein kultBurG und will dies Ende des Jahres feiern. Zuvor steht allerdings noch eine Menge Theater an.
Zunächst eine Wiederaufnahme: Am 27., 28. und 29. Mai zeigt der Verein noch einmal seine Stripperkomodie “Ladies Night” in der Pizzeria Da Salva (Altes Pfarrheim) in Kahl, nachdem im März und April alle Vorstellungen ausverkauft waren: Eine Gruppe arbeitsloser Männer beschließt, eine Strippshow auf die Beine zu stellen. Doch Selbstzweifel und Streitigkeiten plagen die Truppe immer stärker, je näher der Auftritt rückt. Beginn ist Freitag und Samstag um 20:30 Uhr, am Sonntag um 19:30 Uhr. Karten sind im Vorverkauf in den Geschäften “Das Buch” in Alzenau, “Regenbogen” in Mömbris und Schreibwaren Drechsler in Kahl erhältlich.
Bei den Alzenauer Burgfestspielen in diesem Jahr wird der Verein mit einem Kinderstück vertreten sein. Bei “Was für’n Zirkus” von Rainer Baaken übernehmen die Tiere in einem pleite gegangenen Zirkus selber das Kommando. Aufführungen im oberen Hof der Burg Alzenau sind von 20. Juni bis 22. Juni sowie 27. Juni bis 8. Juli jeweils Montag bis Freitag um 10:00 Uhr sowie am Sonntag, 3. Juli um 11:00 Uhr. Tickets gibt es im Verkehrsamt der Stadt Alzenau, Hanauer Straße 1.
Zum Selbstmord neigende Katzen, schießwütige Tankstellenräuber und einfältige Neonazis sind unter anderem Akteure in dem dänischen Stück “Adams Äpfel” von Anders Thomas Jensen, das im August Premiere hat. In dieser tiefschwarzen Komödie geht es um eine Wohngemeinschaft angeblich resozialisierter Straftäter. Die junge Neonazi Eva genannt Adam, die sich für absolut böse hält, landet hier bei einem Pfarrer, der wegen eines Gehirntumors nichts Böses sehen kann. Zwischen beiden entbrennt ein psychologischer Zweikampf – oder ist es gar ein Zweikampf höherer Mächte…
Aufführungen sind am 26. und 27. August, jeweils 19:30 Uhr, auf dem Dorfplatz in Kahl sowie am 23., 24. und 25. September im Schlösschen in Michelbach. Karten gibt es in einigen Wochen bei der Gemeinde Kahl und in den üblichen Vorverkaufsstellen.
Letzlich feiert der Verein invdiesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und plant dazu eine öffentliche Veranstaltung mit Sketchen, musikalischen Auftritten und kurzen Szenen. Termin ist voraussichtlich Samstag, 12. November im Maximilian-Kolbe-Haus in Alzenau. Näheres wird noch bekannt gegeben.
Das Schlösschenn in Michelbach ist 2012 der Schauplatz einer weiteren Premiere. An den ersten beiden Maiwochenenden des kommenden Jahres läuft hier Shakespeares Komödie “Verlorene Liebesmüh” in der Version von Horst Jüssen (Klimbim).
joe
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Kahl Als echter Hammer entpuppte sich die jüngste Inszenierung des Alzenauer Theatervereins Kultburg, die am Samstagabend im ausverkauften Saal der Gaststätte »Da Salva« in Kahl (ehemaliges altes Pfarrheim) viel umjubelte Premiere feiern konnte.
Carolin Gündling, die erstmals Regie führte (Regieassistenz: Regina Kranz), bestand ihr Debüt mit Bravour. Die kultige Stripperkomödie »Ladies Night« von Stephen Sinclair und Anthony McCarten eignet sich für einen kleineren Spielort wie das alte Pfarrheim hervorragend und schien den Kultburglern wie auf den mehr oder weniger knackigen Leib geschrieben.
Nach dem krachenden Finale, als die »Golden Boys« mit ihrem Stripper-Auftritt das Publikum nicht nur zum Johlen und Toben gebracht hatten, sondern sogar Slips und BHs auf die Bühne flogen (zugegeben von Damen, die dem Theaterverein sehr nahe stehen), wurde vehement eine Zugabe gefordert. Doch mit dieser Schlussszene ist es wie mit dem berühmten Pilz-Gericht: aufgewärmt wäre es nicht das Gleiche gewesen.
Wie es Carolin Gündling geschafft hat, ihre Truppe mit solcher Spiellust und Energie einzuschwören, bleibt ihr Geheimnis. Tatsache ist, dass die Kultburg mit »Ladies Night« jedes Profiensemble in den Schatten stellen kann. Eine ganz starke schauspielerische Leistung absolvierten die Laiendarsteller auf zwei Spielebenen und das Publikum kam aus dem Lachen und Staunen nicht mehr heraus, setzt doch das Stück voraus, dass vor allem die Stripper keine Hemmungen vor extrovertierten Auftritten haben. Ein weiteres Plus: Für die »Ladies Night«-Inszenierungen wählte die Regisseurin eine andere Musikauswahl als die aus dem Film »Ganz oder gar nicht« bekannten und setzt damit einen weiteren individuellen Farbtupfer.
Die Story ist schnell erzählt: Vier arbeitslose Freunde entschließen sich aus einer Bierlaune heraus eine Stripshow einzustudieren, um ihren Geldsorgen endlich ein Ende zu setzen. Mit einem ebenfalls arbeitslosen Ex-Tänzer finden sie den richtigen Mann für die Einstudierung der Choreographie. Und Nachtclubchefin Gladice gibt den Jungs die Chance ihres Lebens. Doch dann kommen Selbstzweifel und Ängste hoch. Welche Frau will denn schon einen Waschbär- statt einen Waschbrettbauch sehen und was will frau überhaupt sehen? »Frauen wollen keine Schwänze sehen!«, stellt Coach Gerald mit deutlichen Worten klar.
Die erste Trainingseinheit ist mehr als hart und der Coach kritisiert: »Du bewegst dich wie ein Eskimo im Leichenschauhaus!«. Und dann ist da auch noch der ständig stänkernde Gerald, der sich zwar nicht traut, mitzumachen, doch dauernd miese Stimmung verbreitet.
Die vier Stripper in spe werden von Heiko Bozem, Klaus Kolb, Stephan Noll und Stefan Rupprecht optimal und lebensecht in prächtige Szenen gesetzt. Toll, wie das anfänglich quasi nicht vorhandene Körpergefühl beim Schlussauftritt in einen zündenden und choreographisch ausgeklügelten Höhepunkt mündet. Eingeschworen von ihrem Coach (Matthias Wissel), der auch die blöden Sprüche von Graham (Josef Pömmerl) abprallen lässt, gewinnt Barry schließlich sogar seine Frau Denise (Carmen Reichenbach) wieder für sich. Regisseurin Carolin Gündling glänzt als Nachtclubsängerin Glenda, die Nachtclubbesitzerin wird von ihrer Regieassistentin Regina Kranz verkörpert. Die Superfan-Gruppe im Publikum setzen Carmen Reichenbach, Christine Mareck-Brünnler und Sandra Majewski in Szene. Nicht unerwähnt bleiben sollen Manfred Jung und Steffen Edlinger, die beim großen Stripper-Casting dabei sind und für etliche Zusatzlacher sorgen.
Wer sich einen zweistündigen (inklusive 30-minütiger Pause) und lachintensiven Abend gönnen möchte, sollte sich sofort Karten für die restlichen drei Veranstaltungen sichern. Die ganz Mutigen dürfen sich mit Dessous eindecken (unbedingt vorher weite Würfe auf die Bühne üben!). Wetten dass, dieses Stück nach den Aufführungen im April nicht in der Versenkung verschwinden wird, sondern zu einem Kultburg-Dauerbrenner werden? Auf weitere »Ladies Nights« freut sich schon mal im Voraus …
Doris Huhn
Stichwort: Aufführungen
Von »Ladies Night« finden drei weitere Vorstellungen im Saal der Gaststätte »Da Salva« (altes Pfarrheim Kahl) statt und zwar täglich vom 1. bis 3. April, Freitag und Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 19 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es bei »Das Buch« und Schreibwaren Goldbach in Alzenau sowie bei der Buchhandlung »Vielseitig« und Schreibwaren Drechsler in Kahl. (dh)
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Karten sind noch erhältlich in den Buchhandlungen "Das Buch" in Alzenau und "Vielseitig" in Kahl, Schreibwaren "Drechsler" und Gaststätte "Da Salva" in Kahl.
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Matthias Wissel gibt als Coach Gerald genaue Anweisungen, wie die Choreografie für die Show auszusehen hat. Denn in ihrem verzweifelten Bestreben, Geld zu verdienen, haben die Männer beschlossen, es den Chippendales gleich zu tun und als Striptease-Tanzgruppe aufzutreten. Da den Herren ihre körperlichen Unzulänglichkeiten bewusst sind, müssen die Schritte doppelt so gut sitzen… |