Category Handlung und Besetzung

Komödie der Irrungen

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Handlung:

Egeon, ein Kaufmann aus Syrakus hat Zwillingssöhne, die aufgrund ihrer verblüffenden Ähnlichkeit beide den Namen Antipholus erhalten haben. Aber damit nicht genug, denn auch die jeweiligen Diener der Brüder sind Zwillinge, die zusammen mit ihren Herren aufgewachsen sind und beide den Namen Dromio tragen. Durch einen Schiffbruch wird die Familie auseinander gerissen und die Zwillinge – gemeinsam mit ihren Dienern – bereits in der Kindheit voneinander getrennt.

Kaum volljährig geworden, macht sich der in Syrakus beim Vater aufgewachsene Antipholus gemeinsam mit seinem Diener auf die Suche nach dem verschollenen Bruder. So gelangt er mit seinem Diener nach Ephesus. Dort treffen die beiden Herren-Diener-Paare unwissentlich aufeinander und so ergeben sich zahlreiche Verwechslungen, bis hin dazu, dass die Ehefrau des Ephesus’schen Antipholus glaubt, der andere wäre ihr Mann und ihm Vorwürfe macht, mit denen der Syrakusische nicht viel anfangen kann. Die Zwillingsbrüder geraten abwechselnd an den richtigen und falschen Diener. Die beiden Dromios geraten mal an diesen, mal an den anderen Antipholus und erhalten jeweils bestimmte Befehle, die sie ausführen … deren Ausführung sie dann aber oft dem anderen melden … und so kommt es zu immer mehr Verwechslungen. Wer mit den Zwillingspaaren verkehrt, muss sich fragen, warum sein Gesprächspartner immer wieder unter Gedächtnisschwund leidet. Es werden Liebensbande geknüpft und zerrissen, es wird geprügelt und belohnt.

Der Antipholus aus Syrakus gewinnt unvermutet Ansehen, viel Geld, eine Frau, ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst und droht über so viel Glück den Verstand zu verlieren. Sein Bruder dagegen verliert überraschend seine gute Stellung in der Gesellschaft, seine Frau, den Zutritt zu seinem Haus, eben dieses Schmuckstück und auch noch seine Kurtisane. Zusätzlich wird er verhaftet und öffentlich für unzurechnungsfähig erklärt.

Die Figuren, die sich bösen Mächten und magischem Zauber ausgesetzt fühlen, fürchten zunehmend, den Verstand zu verlieren. Dem Zuschauer hingegen, der von Anfang an um die Verwechslung weiß, bietet Shakespeares ein Feuerwerk an komischen und absurden Situationen. Es würde sich aber nicht um eine Shakespeare- Komödie handeln, wenn es nach all diesen aberwitzigen Verirrungen für alle Beteiligten am Ende ein Happy-End geben würde.

Die “Komödie der Irrungen”, wahrscheinlich die erste Komödie Shakespears, ist ein typisches Lustspiel. Auf der Bühne spielen sich häufig chaotische Szenen ab, es kommt zwischen den Darstellern auch öfters zu Handgreiflichkeiten und Gezerre. Dem Zuschauer ist es aber vergönnt, das Stück zu durchschauen, und er erkennt nach einer gewissen Zeit auch den philosophisch-ernsten Hintergrund, die Frage nach Unverwechselbarkeit und Identität des einzelnen Menschen.

 

Besetzung:

Herzogin von Ephesus: Marianne Hofmann
Egeon, Kaufmann aus Syrakus: Roger Kihn
Antipholus aus Ephesus: Matthias Wissel
Antipholus aus Syrakus: Uwe Schramm
Dromio aus Ephesus: Sandra Majewski
Dromio aus Syrakus: Gabi Witteman
Bathasar, ein Kaufmann: Georg Heres / Josef Pömmerl (7./8. Juli)
Angelo, ein Goldschmied: Heiko Bozem
Doktor Kneifer, ein Schamane: Andreas Blaha
1. Kaufmann: Ursula Stoeckl
2. Kaufmann: Christiane Köster
Emilia, Äbtissin: Barbara Vogel-Hohm
Adriana, Frau des Antipholus: Carmen Reichenbach
Luciana, ihe Schwester: Emilia Neumann
Lucie + Bote: Ursula Stoeckl
Kurtisane: Christine Marek-Brünnler
Wachtmeister + Kerkermeister: Maria Schiller
Henker: Roland Kilchenstein
4 Soldaten: Niklas Bister-Reichart, Urs Bösebeck, Steffen Edlinger, Pascal Träger
Musikgruppe: Martina Bitz (Leitung, Blockflöte, Gitarre), Judith Bösebeck (Blockflöte), Susanne Kretschmann (Blockflöte, Violine), Jennica Träger (Klarinette, Blockföte)
Trommelgruppe “Djembissima” (in wechselnder Besetzung : Martina Bitz (Leitung), Friederike Eiffert, Sonja Messer, Rosita Hohm-Köster, Ingrid Kreck, ndrea Albert-Schmitt, Barbara Ritter, Beatrice Alt, Barbara Kremer, Claudia Schott, Heike Stuetzel
Volk: Heike Bösebeck, Anni Christ-Dahm, Evi Dusch, Marion Emmert, Hildegard Höfler, Marlene Kilchenstein, Brigitte Müller, Gerlinde Pfetzing, Josef Pömmerl, Elfride Reinhart, Anneliese Sauer
Kostüme: Barbara Vogel-Hohm, Inge Mayer (Geistermasken)
Maske: Claudia Neumann, Emilia Neumann, Laura Steinl, Larissa Träger
Bühnenbild: Bauhof Stadt Alzenau
Licht: Jakob Flörchinger
Tontechnik: Light Express Freigericht
Text/Übersetzung: Josef Pömmerl
Regieassistenz: Anni Christ-Dahm
Regie: Josef Pömmerl

     

Autor:

William Shakespeare englischer Dichter und Dramatiker (* 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon; † 23. April 1616 ebenda) (Datum des seinerzeit in England noch geltenden julianischen Kalenders, Sterbedatum nach dem in den katholischen Ländern, später auch in England eingeführten gregorianischen Kalender wäre der 3. Mai 1616).

William Shakespeare ist der Sohn John Shakespeares und Mary Ardens; seine Mutter entstammt einer wohlhabenden Familie des niederen Adels. William besuchte vermutlich die Lateinschule in Stratford-upon-Avon. Genau weiß man das nicht, weil keine Aufzeichnungen oder Schülerlisten aus jener Zeit mehr vorhanden sind.

1582 heiratete Shakespeare die acht Jahre ältere Bauerntochter Anne Hathaway. Das genaue Datum der Hochzeit ist unbekannt, aber das Aufgebot wurde am 28. November bestellt. Die Shakespeares hatten insgesamt drei Kinder. Am 26. Mai 1583 wurde die Tochter Susanna geboren. Die Zwillinge Hamnet und Judith kamen am 2. Februar 1585 zur Welt; Hamnet starb 1596 im Alter von nur 11 Jahren. In späteren Jahren kehrte Shakespeare als reicher Mann nach Stratford und zu seiner Frau zurück, kaufte dort ein großes Haus (New Place) und lebte fortan mit seiner Familie.

Shakespeare arbeitete als Schauspieler in kleineren Rollen, war Teilhaber an der Theatertruppe und damit an allen Gewinnen beteiligt. Die immer noch herrschende Ansicht ist, dass er für seine Truppe Schauspiele schrieb. Diese Stücke waren überwiegend sehr erfolgreich und brachten hohe Einnahmen.

Im Theater dieser Zeit galt der Publikumserfolg eines Stückes als einziges Kriterium seiner Aufführbarkeit. Einen “Kulturbetrieb” in unserem Sinne oder ein künstlerisches Bewusstsein der zahlreichen Autoren gab es nicht. Stücke gingen in den Besitz der jeweiligen Schauspieltruppen über und wurden gehütet, damit kein anderes Theater an den Text gelangen und das Stück ebenfalls aufführen konnte. Dennoch entstanden inoffizielle Nachdrucke von Stücken, denn es herrschte eine rege Nachfrage.

Shakespeares Dramen waren keine “Schau”spiele im modernen Sinn, sondern Sprach-Spiele. Man ging im elisabethanischen England nicht ins Theater, um ein Drama zu “sehen”, sondern zu “hören” (“hear a play”), und vieles wird in Shakespeares Stücken allein durch Worte dargestellt. “Word scenery” bedeutet soviel wie “Kulissen aus Wörtern”. Shakespeare war vor allem ein Virtuose der Sprache. 34.000 verschiedene Wörter zählt man in seinen Werken – der Wortschatz eines gebildeten Engländers heutzutage ist nur etwa halb so groß. Mit 46 Jahren kehrte Shakespeare nach Stratford zurück und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, wobei er die Verbindungen zu seinen ehemaligen Kollegen jedoch nicht ganz abreißen ließ, und noch bei einigen Theaterproduktionen als Mitautor beteiligt war.

Shakespeare wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt. (Quelle: www.wikipedia.de)

Robinson soll nicht sterben

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Handlung:

Viele Kinder kennen sie, die abenteuerliche Geschichte von Robinson Crusoe, der als Schiffsbrüchiger auf eine einsame Insel verschlagen wird, dort seinen Gefährten Freitag trifft und mit ihm zusammen zahlreiche Kämpfe gegen wilde Tiere und Kannibalen zu bestehen hat. Jim und Charley, zwei Londoner Lausejungen, lieben diese Geschichte und finden nichts spannender als mit Pfeil und Bogen durch den Park zu streifen und die Abenteuer von Robinson und Freitag nachzuspielen.

Dabei passiert es dann eines Tages: Jim schießt dem feinen Mr Pum, einem leibhaftigen Freund des Königs, einen Pfeil in die Wade. Das bringt den beiden Jungen eine kräftige Tracht Prügel von ihren Vätern ein und, was noch viel schlimmer ist, Hausarrest und Leseverbot. Da gibt es nur eins: mit drei anderen Freunden zusammen ausreißen und ein Boot stehlen, um damit aufs weite Meer zu fahren und eine Insel zu finden… wie Robinson.

Aber so weit kommen die fünf Jungen nicht, denn sie treffen Maud, die dringend ihre Hilfe braucht. Bei Maud und ihrer Mutter wohnt nämlich der Autor des „Robinson Crusoe“, der ganz krank ist vor Kummer wegen seines missratenen Sohnes. Dieser Sohn, Tom Defoe, hat bereits das ganze Vermögen seines Vaters vertrunken und verprasst und nun hat er dem alten, fast blinden Mann auch noch die Handschrift seines berühmten Buches gestohlen, das einzig Wertvolle, das ihm noch geblieben ist. Daniel Defoe ist darüber so verzweifelt, dass Maud befürchtet, er werde vor Kummer sterben.

Mit der Parole „Robinson soll nicht sterben!“ machen sich Maud und die fünf Jungen auf die Suche nach Tom, um die gestohlene Handschrift wieder zurückzuerobern. Aber das ist eine ganz schön verzwickte Angelegenheit, bei der sie in eine Seeräuberkneipe geraten und bei der schließlich sogar der König eingreifen muss.

Spieldauer: ca. 90 Minuten

 

Besetzung:

Daniel Defoe: Maximilian Wagner
Tom Defoe: Pascal Träger
Maud Cantley: Isabella Reichenbach
Mrs Cantley: Marie Thalheimer
Miss Hackit: Marie Thalheimer
Mr Pum: Sandra Englert
Mr Drinkwater: Niklas Philipp Bister-Reichard
Mrs Drinkwater: Anna-Lena Wagner
König: Simon Cramer / Steffen Edlinger
Charley Brown: Julia Schauer
Jim Drinkwater: Stella Muthorst
Bob: Stella Cramer
Ben: Rebekka Rüth
Bill: Steffen Brehm
Wirtin: Marie Thalheimer
Kneipengäste: Niklas Bister-Reichard, Steffen Edlinger, Sandra Englert, Anna-Lena Wagner
Posten: Maxine Reinhart
Diener: Maxine Reinhart
Regie: Gertrud Englert-Schauer, Stefka Huelzs-Träger

     

Autor:

Friedrich Forster ist das Pseudonym des Schriftstellers, Schauspielers und Dramaturgen Waldfried Burggraf (* 1895 in Bremen, † 1958). Sein bekanntestes Werk war Robinson soll nicht sterben, das 1957 verfilmt wurde. Weitere Stücke von Forster sind: Alle gegen Einen. Einer für Alle, Der Graue, Lebe er sich selbst! und Wunschpeter.

Der Nackte Wahnsinn

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Handlung:

„Von hinten war es komischer als von vorne“, befand Autor Michael Frayn, als er von der Seitenbühne aus der Aufführung eines seiner erfolgreichen Stücke zusah, und schrieb daraufhin mit seiner raffiniert konstruierten, turbulenten Farce „Der nackte Wahnsinn“ die Kultkomödie schlechthin.

Hier wird Theater gezeigt, wie es im Scheinwerferlicht nie zu sehen ist: chaotisch, panisch und am Rande des Nervenzusammenbruches. Ein Theaterensemble während der Generalprobe für das aufzuführende Stück: Jeder bemüht sich, Ordnung in den Ablauf zu bringen – denn immerhin stehen Lohn und Brot auf dem Spiel – doch je größer die Bemühungen sind, desto größer wird das Chaos. Was schief gehen kann, geht schief. Der Text sitzt noch nicht, die Requisiten funktionieren nicht und zu allem Überfluss stehen den Akteuren auch noch ihre eigenen Beziehungen und Marotten im Weg. Wild und entschlossen improvisieren die Darsteller gegen die Widrigkeiten, auch wenn der eine durch konstante Schusseligkeit brilliert, jede Pointe nach ihrem psychologischen Hintergrund von einem anderen Kollegen bis aufs Kleinste erörtert werden muss und auch schon mal lieber zum Flachmann anstatt zum Textbuch gegriffen wird. Gottergeben und beharrlich hält der Regiesseur den Hühnerhaufen zusammen und steuert das Schiff gegen den Sturm.

Michael Frayns irrwitziger Theaterspaß gewährt tiefe Einblicke in das schillernde Leben auf den Brettern, die bekanntlich die Welt bedeuten. Mehr Tempo, mehr Irrwitz, mehr Chaos – mehr Theater geht nicht!

 

Besetzung:

Dotty Otley/Mrs. Clackett: Anni Christ-Dahm
Garry Lejeune/Roger Tramplemain: Roger Kihn
Brooke Ashton/Vicky: Heike Wissel
Frederick Fellowes/Philip Brent/Scheich: Florian Zimmer
Belinda Blair/Flavia Brent: Sandra Alig
Selsdon Mowbray/Einbrecher: Manfred (Tschang) Jung
Regisseur: Uwe Schramm
Inspizient und Bühnenmeisterin/Kim Allgood: Gabi Wittemann
Regieassistentin/Poppy Norton-Taylor: Carolin Gündling

     

Autor:

Michael Frayn (* 8. September 1933 in London) ist ein englischer Schriftsteller. Während des Wehrdienstes erlernte Frayn die russische Sprache und arbeitete als Dolmetscher. Anschließend studierte er in Cambridge russische und französische Literatur und war am Institut für Philosophie tätig.

Vom Ende der 1950er-Jahre bis etwa 1965 war er Journalist; seither ist er als freier Schriftsteller tätig. 1957-62 schrieb er für den Manchester Guardian, danach ging er für den Observer als Korrespondent nach Schweden, Israel, Japan und Kuba. Er schrieb Romane und ab der Mitte der Siebziger Jahre auch für die Bühne. Die Farce “Der nackte Wahnsinn” (im Original “Noises Off”, uraufgeführt 1982) ist sein bekanntestes Stück. Was scheinbar mit großer Leichtigkeit daherkommt, war für Frayn dramaturgische Schwerstarbeit. Das Stück hat ihn zwei volle Jahre Arbeit gekostet. 1992 wurde es von Kultregisseur Michael Bogdanovich mit Michael Caine in der Rolle des Regisseurs verfilmt.

Seine letzten beiden Stücke Copenhagen (1998) und Demokratie (2004) beschäftigen sich mit der neueren deutschen Geschichte. “Copenhagen” (1998) ist ein Stück über ein Gespräch zwischen Niels Bohr und Werner Heisenberg, in dem es um die Beteiligung deutscher Atomphysiker an dem Bau einer Atombombe im 2. Weltkrieg ging. Im Mai 2004 kam “Demokratie”, ein Stück über Willy Brandt, im Renaissance-Theater in Berlin zur deutschen Uraufführung. Zuletzt erschien der hochgelobte Roman “Das Spionagespiel”.

Frayn gilt auch als renommierter Übersetzer von Tolstoj und Tschechow.

Drei Mal Leben

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Handlung:

Yasmina Reza beschreibt mit Sensibilität, Humor und hinterhältiger, abgrundtiefer Bösartigkeit in drei Variationen das Zusammentreffen zweier Ehepaare, das sich jedes Mal anders gestaltet, obwohl es immer um die gleiche Grundkonstellation geht. Dabei verschieben sich die Machtverhältnisse permanent, einer kämpft gegen den anderen und vor allem die Ehefrauen haben durch ihr Einmischen ein gerüttelt Maß Schuld, daß sich die Machtstrukturen im Beziehungsgeflecht dieser vier Menschen ständig verändern, sich ständig neue Macht-Konstellationen und -Koalitionen bilden, die dazu führen, daß eigentlich ein jeder gegen jeden kämpft und ihn zu erniedrigen sucht. Was fast als Komödie beginnt, wächst sich aus zu einem Alptraum à la Bunuel.

 

Besetzung:

Henri: Jens Schneider
Sonja: Britta Olbrich
Hubert Finidori: Roland Kilchenstein
Ines Finidori: Marianne Hofmann
Arnaud: Franca Schawerna
Souffleuse: Inge Mayer
Regie: Uschi Jebe
Regieassistenz: Inge Mayer
Technik: Ben Cassidy, Florian Albrecht
Bühnenbild: Emilia Neumann, Klara Jebe

     

Autor:

Yasmina Reza geboren am 14. Februar 1957 in Paris, als Tochter einer ungarischen Geigerin und eines iranischen Ingenieurs aus Samarkand. Schauspielschülerin bei Jaques Lecoq, lebt und arbeitet als Autorin, Regisseurin und Schauspielerin in Paris.

Sie ist seit ihrem Welterfolg „Kunst“ von 1994 die meistgespielte Theaterautorin der Gegenwart. Parallel zu ihrem Werk für die Bühne schreibt sie seit den späten neunziger Jahren Romane. Vor allem die beiden letzten Titel „Eine Verzweiflung“ und „Adam Haberberg“ waren sowohl in Frankreich als auch in Deutschland sehr erfolgreich beim Publikum und bei der Kritik.

Yasmina Reza studierte zunächst Soziologie und Theaterwissenschaft an der Universität von Nanterre. Dann wurde sie Schauspielschülerin bei Jacques Lecoq und spielte einige Jahre an verschiedenen Bühnen in Paris. Ihr Debüt als Dramatikerin hatte sie 1987 mit dem Stück „Gespräche nach einer Beerdigung“. Es machte sie in Frankreich mit einem Schlag bekannt und brachte ihr den wichtigsten Theaterpreis ihres Landes, den Prix Molière, ein. Ebenfalls den Prix Molière erhielt ihr zweites Stück „Reise in den Winter“ (1989). Ihren größten Triumph feierte sie mit „Kunst“. Das Stück hatte 1994 an der Pariser Comédie des Champs-Elysées Premiere. Danach wurde es umgehend in der ganzen Welt gespielt und in annährend 40 Sprachen übersetzt und aufgeführt. Allein in Deutschland haben es 100 Theater gespielt. Ihr bislang letztes Stück heißt „Ein spanisches Stück“ und erlebte seine deutsche Erstaufführung am Schauspielhaus Hamburg in diesem Frühjahr. Ihre Romane heißen „Hammerklavier“ (frz. 1997; dt. 1998), „Eine Verzweiflung“ (frz. 1999; dt. 2001), „Adam Haberberg“ (frz. 2003; dt. 2005). Yasmina Reza ist verheiratet und lebt mit Mann und zwei Kindern in Paris.

Kasper und das lebendige Märchenbuch

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Handlung:

Was soll die Königin nur mit ihrem Sohn Maximilian anfangen? Immerhin soll der ja mal ebenfalls König werden. Aber Maximilian hat ganz andere Dinge im Kopf als die “guten alten Werte”. Wer will denn schon langweilige Bücher lesen, wenn es Computerspiele gibt? Wer geht denn früh schlafen, wenn zur Schlafenszeit spannende Filme im Fernsehen laufen? Da sich die Königin nicht mehr “Frau” der Lage fühlt, befiehlt sie Kasper, er solle Maximilan zu einem richtigen Königssohn erziehen. Doch Maximilian denkt gar nicht daran, sich von Kasper Vorschriften machen zu lassen. Kaum dreht ihm Kasper den Rücken zu, setzt er seinen MP3-MusikPlayer wieder auf die Ohren und wirft das zum Lesen verordnete Märchenbuch verächtlich an die Wand. Doch – ach du heiliges Kanonenrohr – durch den Stoß fallen alle Märchenfiguren aus dem Buch und stehen leibhaftig vor dem Königssohn. So eine Hexe beeindruckt Maximilian wenig und Rotkäppchen ist ganz nett, aber als der Riese ihn entführt, damit er das ganze Durcheinander wieder in Ordnung bringt, fühlt sich Max gar nicht mehr so cool. Kasper muss nun mit Hilfe des Publikums den Königssohn wieder befreien und zurück in sein Kinderzimmer bringen. Der interaktive Theaterspaß mit vielen bekannten Märchenfiguren bietet spannende und lustige Unterhaltung für Groß und Klein.

 

Besetzung:

Kasper: Stefka Huelsz-Träger
Königin: Sabine Reichardt
Max: Maria Fleschhut
Rotkäppchen: Carmen Reichnbach
Hexe Abrax: Barbara Vogel-Hohm
Riese Urgand: Heike Bösenbeck
Wolf: Manfred (Tschang) Jung
Regie: Stefka Huelsz-Träger

     

Autor:

Klaus-Dieter Theis

Baden gehn

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Handlung:

Die ganze Gesellschaft in einem Schwimmbad. Mit aktuellem politischen Bezug wird hier das pralle Leben in Deutschland karikiert. Auf dem Handtuch liegen die verhassten Renter, die vom Staat leben, der Deutschland untergrabende Schwarzarbeiter, der Türke, der noch was werden will und die deutschen Frauen nicht versteht, aber mit einer liiert ist, die perspektivsuchenden Arbeitslosen, die ihre Lage auf sehr verschiedene Arten meistern, das Au-pair Mädchen, das in deutschen Männern ihre Chance sieht, die Ossi, die die alten Zeiten zurück sehnt, der Aussteiger, der das Schwimmbad als seinen Lebensraum manifestiert hat und die Heranwachsenden, die sich mit all dem nicht identifizieren können. Jeder hat den vermeintlichen Schuldigen am Niedergang Deutschlands schon ausgemacht und bemerkt nicht, dass auch er selbst bereits im Visier der Anschuldigungen steht. Alle verbindet das Bestreben, einen schönen Tag in einem Schwimmbad zu erleben, das wegen Baufälligkeit bereits geschlossen ist und in dessen Becken schon lange kein Wasser mehr ist, und gemeinsam ist auch die Flucht vor der Polizei, die versucht, das Besuchsverbot des baufälligen Schwimmbades durchzusetzen. Ein köstlicher und auch noch musikalischer Blick auf Deutschland, wie ihn Kabarettisten nicht besser darstellen könnten.

 

Besetzung:

1. Bademeister: Judith Bösebeck
2. Bademeister: Vroni Hanakam
Ingela: Stefka Huelsz-Träger
Walter: Tschang Jung
Kati: Larissa Träger
Jessica: Isabell Ritter
Mira: Melissa Schäfer
John: Florian Zimmer
Sandra: Sandra Alig
Ergün: Andreas Blaha
Lutz: Hannah Jebe
Lea: Anne Werner
Leo: Heiko Bozem
Alex: Matthias Woltering
Markus Meier: Egon Pichl
Zwei Polizisten: Georg Heres und Martina Bitz
Regie: Uschi Jebe
Regieassistenz: Klaus Kolb
Musik: “Tube” (von der Musikschule Alzenau) Daniel Ritter, Jonas Mattern, Lisa Mattern, Julian Klotz, Benjamin Sauer, Franziska Munz

     

Autor:

Franziska Steiof, geboren 1962, ist seit 1990 als freie Regisseurin und Autorin tätig. Sie hat bereits über 40 Inszenierungen erarbeitet, unter anderen “norway.today” von Igor Bauersima an der Schillertheaterwerkstatt Berlin, die für den renommierten “Friedrich-Luft-Preis” nominiert wurde. Des Weiteren inszenierte sie in der Saison 2003/04 Thomas Birkmeirs “Peer Gynt” mit großem Erfolg im Werftparktheater der Städtischen Bühnen Kiel, eine Produktion, die zum Theaterfestival “Triangel” 2004 eingeladen ist. Als Autorin arbeitete sie – zusammen mit Volker Ludwig – an “Baden gehen”, einem Stück für das renommierte GRIPS-Theater in Berlin und schreibt “Schmetterling” für den u/hof Linz. Zuletzt inszenierte sie im November 2004 “Nelly Goodbye” von Lutz Hübner am Düsseldorfer Schauspielhaus. 2002 war Franziska Steiof Mitbegründerin der freien Gruppe “DeichArt”, die inzwischen zwei Eigenproduktionen hervorgebracht hat. Sie ist als Dozentin unter anderem am Hamburger Schauspielstudio Frese sowie am Psychologisch-Theologischen Institut Hamburg und in der Theater- und Spiel-Ausbildung der Arbeitsgemeinschaft Spiel und Theater tätig. Als Autorin wird sie vom Theater- StückVerlag Korn-Wimmer vertreten.

Volker Ludwig, bürgerlicher Name Eckart Hachfeld, wurde am 13.6.1937 als Sohn des Schriftstellers Dr. Eckart Hachfeld in Ludwigshafen geboren, wuchs in Thüringen auf und lebt seit 1952 in Berlin. Nach seinem Abitur 1957 studierte er neun Semester Germanistik und Kunstgeschichte in Berlin und München, daneben veröffentlichte er Kurzgeschichten und Satiren sowie Chansons und Sketche für Funk und Kabaretts (“Stachelschweine”, “die bedienten”, Studentenkabarett). Seit 1962 ist Ludwig freier Schriftsteller. Er schrieb die Texte für die Fernsehserie “Hallo Nachbarn” und zahlreiche Fernseh-Shows sowie Kabaretts (“Bügelbrett”, “Wühlmäuse”, “Kom(m)ödchen”, für Wolfgang Neuss u.a.). 1965 erfolgt die Gründung des “Reichskabarett Berlin”, für das er Haupttexter von acht Programmen bis 1971 ist. 1966 gründete er das “Theater für Kinder im Reichskabarett”, seit 1972 GRIPS Theater genannt, dessen Leiter er bis heute ist. Daneben schreibt Ludwig weiter Kabarett (“Scheibenwischer”, “Lach- und Schießgesellschaft” u.a.) und Songs für die Fernsehserien “Sesamstraße” und “Rappelkiste”. In EINE LINKE GESCHICHTE, die er zusammen mit D. Michel geschrieben hat, sind auch Texte aus früheren Programmen des Reichskabaretts eingegangen. 1969 und 1971 erhielt er den Brüder-Grimm-Preis, 1987 den Mülheimer Dramatikerpreis für LINIE 1. 1994 erhielt er die Carl-von-Ossietzky-Medaille, 1996 den 10. Deutschen Kulturpreis der Stiftung Kulturförderung und den Ehrenpräsidentenpreis des Weltverbandes der ASSITEJ 1996.

Wir sind keine Engel

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Handlung:

Drei Sträflinge, die an Weihnachten in der französischen Strafkolonie Cayenne ausbrechen, verdingen sich bei der Familie Ducotel (Felix, seine Frau Amelie und Tochter Isabelle) als Dachdecker, mit der Absicht, diese nachts zu berauben und zu ermorden. Da sie sich auch beim Verkauf im Laden nützlich machen, werden sie aus Dankbarkeit zur gemeinsamen Weihnachtsfeier eingeladen. Schon bald müssen sie jedoch feststellen, dass die Familie schon schwer genug zu leiden hat. Die Ducotels sind nicht sehr geschäftstüchtig. Von daher sind sie äußerst irritiert, als sich Felix’ Tante Justine Trochard aus Frankreich ansagt, um an Weihnachten die Bücher zu prüfen, da Felix mit seinem Geld das Geschäft aufgebaut hat. Felix’ Tochter Isabelle jedoch ist erfreut, dass auch Paul, Trochards Neffe, die Tante begleitet, denn sie liebt ihn und vermutet, dass er ihretwegen die Reise mitgemacht hat. Paul ist nach dem Willen seiner Tante jedoch mit einer reichen Erbin in Le Havre verlobt und will nichts von Isabelle wissen. Trochard benimmt sich der ganzen Familie gegenüber höchst arrogant und feindselig. Es bahnt sich eine Katastrophe an. Die drei Sträflinge können dies nicht mit ansehen, und stehen den Ducotels gegen die geldgierige Verwandtschaft bei. Dabei lösen sie die Probleme “auf ihre Art”…

 

Besetzung:

Zwei Soldaten: Florian Zimmer und Matze Woltering
Drei Sträflinge Joseph, Alfred und Jules: Uwe Schramm, Roger Kihn und Roland Kilchenstein
Felix Ducatel: Klaus Kolb
Amelie Ducatel: Vroni Hanakam
Isabelle Ducatel: Franziska Schiller
Tante Justine: Heike Woltering
Neffe Paul: Matthias Wissel
Nachbarin Madame Parole: Heike Bösebeck
Ein schöner Leutnant: Florian Zimmer
Eine liebe Giftschlange: Adolphe
Regie: Josef Pömmerl
Regieassistenz: Carolin Gündling, Anni Christ-Dahm

     

Autor:

Albert Husson wurde am 3. August 1912 in Lyon geboren. Nach seinem Universitätsabschluss in Jura arbeitete er einige Jahre im Juwelierhandel. Schließlich begann er mit dem Schreiben erster Gedichte und Theaterstücke. 1945 wurde er zum Verwalter des Théâtre des Célestins in Lyon ernannt. 1951 ging sein Stück Eine schöne Bescherung (“La Cuisine des Anges”) um die ganze Welt – es wurde in 10 Sprachen übersetzt und lief zuletzt sogar in Japan.

Weitere erfolgreiche Komödien sind unter anderem “Les pavés du ciel” und System Fabrizzi (Le système Fabrizzi). Außerdem war Husson an vielen Produktionen für Radio und Fernsehen beteiligt. Doch trotz des erfolgreichen Stückeschreibens und seiner diversen Nebentätigkeiten blieb er dem Théâtre des Célestins treu, dessen Leitung er von 1968 bis zu seinem plötzlichen Tod 1978 innehatte.

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Handlung:

McNamarra, Leiter der Coca-Cola Filiale im West-Berlin der 60er Jahre, hat zur Zeit nur einen Gedanken: Vertriebschef von West-Europa zu werden. Doch dann erreicht McNamarra ein Anruf aus Atlanta: Sein Chef Haseltine schickt seine Tochter Scarlett nach Berlin, wo diese eine Auszeit von ihren Männeraffären nehmen soll. Und McNamarra muss widerwillig auf sie aufpassen. Das erweist sich als schwieriger als angenommen. Scarlett heiratet heimlich einen Kommunisten aus Ostberlin namens Otto Piffl, und das, wo doch der konservative Papa Haseltine alles hasst, was “rot” ist. Mit einer Intrige hat McNamarra das junge Glück schon fast wieder ruiniert, als ihn völlig neue Umstände zwingen, Otto Piffl doch wieder zu Scartlett zurück zu bringen und aus ihm innerhalb weniger Stunden einen glaubhaften Kapitalisten und guten Schwiegersohn für Haseltine zu zaubern.

 

Besetzung:

McNamarra: Klaus Kolb
Schlemmer: Matthias Wissel
Ingeborg: Anja Munder
Scarlett: Anna IaquintA
Otto Piffl: Jens Schneider
Phyllis McNamarra: Maria Fleschhut
Tommy McNamarra: Michael Jandt
Cindy McNamarra: Alisa Bieber, Katharina Fleschhut
Fritz: Heiko Bozem
Peripetschikov: Christian Pohl
Roludenko: Marianne Hofmann
Mischkin: Egon Pichl
Haseltine, Graf von Droste-Schattenburg: Robert Schön
Melanie Haseltine; Bertha: Maria Schiller
Stewardess, Lehrling, Kellner, Blumenfrau: Fredericke Thomalla
Pilot Pierre, Herren-Dreschler: Florian Zimmer
Copilot, Vopo: Matthias Woltering
Bordmechnaniker, Vopo, Karlson: Lukas Kilchenstein
Vopo, Lehrling, Kellner, Blumenfrau: Regina Kilchenstein
Dr. Bauer, Hilton-Frau: Gabi Wittemann
Friseuse: Carmen Reichenbach
Maniküre, Malerin: Sandra Alig
Anwältin Seiblitz: Britta Olbrich
Schuhverkäuferin: Vroni Hanakam
Schneider Reinhardt: Jürgen Helbig
Juwelierin, Kofferfrau: Tanja Huber
Kellner, Reporter, Untermeier: Josef Pömmerl
Chor: Sandra Alig, Gerhild Berlein, Heiko Bozem, Evi Dusch, Marion Emmert, Vroni Hanakam, Stefanie hein, Jürgen Helbig, Hildegard Höfler, Marlene Kilchenstein, Regina Kilchenstein, Uschi Metz, Brigitte Müller, Britta Olbrich, Gerlinde Pfetzing, Klemens Popiku, Carmen Rechenbach, Anneliese Sauer, Angela Setiz, Freddy Thomalla, Paul Tomytsch, Carola Ullrich, Gabi Wittemann
Chorleiter: Jürgen Wahl
Kostüme: Barbara Vogel-Hohm
Maske: Claudia Neumann, Emilia Neumann, Klara Jebe, Laura Steinl
Bühnenbild/Spezialeffekte/Lichttechnik: Jakob Flörchinger
Tontechnik: Andreas Müller
Regie: Josef Pömmerl
Regieassistenz: Emilia Neumann

     

Autor:

Franz, eigentlich Ferencz Molnár war in seiner Heimat Ugarn immer verkannt. Sein Schicksal war, dass er nur im Ausland Anerkennung fand. Am 12. Januar 1878 wurde er in Budapest als Sohn eines Militärarztes geboren. Er studierte auf Wunsch des Vaters in Budapest und Genf Jura, arbeitete jedoch später als Journalist, Romancier und Bühnenautor.

Zu internationalem Ansehen gelang er erstmals 1907 durch sein Stück “Der Teufel”. Sein berühmtestes Werk “Liliom” fiel bei der Uraufführung am 7.Dezember 1909 in Budaspest gnadenlos durch. Erst mit der Aufführung der deutschen Bearbeitung durch Alfred Polgar 1912 in Wien trat das Stück seinen Siegeszug an. Es wurde 1934 von Fritz Lang verfilmt und war 1945 Vorlage für das Broadway-Musical “Carousel” von Rodgers und Hammerstein.

1937 musste Molnár wie viele andere bekannte Schriftsteller und Autoren vor den Nationalsozialisten flüchten und ging nach New York. Hier hielt er sich vor allem mit dem Schreiben von Filmdrehbüchern über Wasser, wobei er unter anderem mit Fritz Lang und Billy Wilder, ebenfalls zwei deutschen Emigranten, zusammenarbeitete. Am 1. April 1952 starb Franz Molnár in New York.

Molnár schrieb insgesamt 32 Stücke, darunter “Der Leibgardist” (1910), “Das Märchen im Schloss” (1912), “Der Schwan” (1920), “Spiel im Schloss” (1926) und “Olympia”(1928). Sein Stück “Eins, zwei drei” entstand 1926. Es handelte von der Liebe eines Bankierstochter zu einem Taxifahrer. Filialleiter Norrison verhilft der Liebe zu ihrem Recht, indem er den Taxifahrer zu einem vorzeigbaren Schwiegersohn ausstaffiert. Doch am Ende sieht der junge Mann ein, dass er nicht für das Leben als Bankier geschaffen ist, und zieht wieder seine Chauffeursmantel an. Das Besondere an diesem Stück ist, dass die Handlung ebenso wie das Stück genau eine Stunde dauert, die Bühnenzeit also gleich der Realzeit ist. 1961 verfilmte Billy Wilder “Eins, zwei, drei” mit James Cagney, Liselotte Pulver, Horst Buchholz und Hanns Lothar in den Hauptrollen, wobei er die Geschichte in das geteilte Berlin verlegt. An den Kinokassen fiel der Film aber durch. Gerade war die Mauer errichtet worden, die ganze Welt fürchtete, dass der kalte Krieg in der Kubakrise heiß werden könnte, und so wollte niemand eine Komödie über den Ost-West-Konflikt sehen. Erst Mitte der 80er Jahre wurde der Film von Studenten und Programmkinos wieder entdeckt und erlebte eine Renaissance. Heute gilt er als einer der Klassiker der Hollywood-Komödie.

Historische Burgführungen

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Handlung:

Die Grenze unserer gegenwärtigen Zeit wird bei den Burgführungen überschritten, das Publikum darf durch die Jahrhunderte wandern und trifft auf Gestalten aus der Vergangenheit, die Einblick in den Alltag der Alzenauer im Laufe der letzten 600 Jahre geben. Diese Spanne wurde gewählt, da 1398 die Burg, das Alzenauer Wahrzeichen, fertiggestellt wurde. Und was hätten diese Mauern nicht alles zu erzählen, wenn sie denn sprechen könnten? Mehr als 50 Schauspieler entführen sie in vielen bewegenden Szenen zurück in die alten Zeiten.

 

Besetzung:

Führung: Anni Christ-Dahm, Inge Mayer, Ursula Jebe
Die Bembel kommt (1898)
Märtesse Gret: Marianne Hofmann
Schäfers Lisbeth: Evi Dusch
Charlotte von der Laar: Britta Olbrich
Auguste von der Laar: Julia Schauer
Der Kongress tanzt (1814/16)
Fürst von Metternich: Harald Gelowitz
Eleonore Gräfin von Kaunitz: Dagmar Muszik
König Max Joseph: Robert Schön
Karoline Friederike Wilhelmine Prinzessin von Baden: Stefka Huelzs-Träger
Physikatsbericht (1861)
Kerbers Anna: Maria Schiller
Kerbers Mariechen: Jana Wonschik
Reising Lies: Ursula Stöckel / Hannah Jebe
Die drei Gretchen (um 1770)
Gretchen: Klara Jebe, Carolin Gündling, Anna Iaquinta
Im 30-jährigen Krieg (1634)
Martha: Gabi Wittemann
Minchen: Carmen Reichenbach
Heiner: Georg Heres
Max: Nils Alig
Hexenprozess (1601 – 1605)
Richter: Roland Kilchenstein
Dr. Moebius: Egon Pichl
Nachbarin: Marlene Kilchenstein
Hexe: Vroni Hanakam
Mönch und Folternecht: Kai Schürmann
Die sieben Totsünden (Tanz)
Judith Bösebeck, Klara Jebe, Jennika Träger, Larissa Träger, Anne Werner, Isabell Ritter, Melissa Schäfer und Gertrud Englert-Schauer (Choreographie)
Burgeinweihung und Verleihung der Stadtrechte (1401)
Kurfürst Johannes II: Josef Pömmerl
Amtmann Ulrich von Bergheim: Andreas Eul
Dichter: Heike Bösebeck
Mutter: Stefanie Hein
Tochter: Franziska Schiller, Vanessa Kitzemann
Tante: Maria Fleschhut
Held: Matthias Woltering
Bäuerin: Anna Iaquinta
Bauer: Lukas Kilchenstein
Bauernjunge: Urs Bösebeck
1. Dienerin: Hannah Jebe
2. Dienerin: Melissa Schäfer
Flötenmusik: Lisa Börner, Katharina Schwarzkopf, Christioph Schmitt, Konrad Schmitt, Martina Bitz
Wichtige Rollen hinter den Kulissen
Kostüme: Barbara Vogel-Hohm
Maske: Claudia Neumann, Emilie Neumann, Klara Jebe, Laura Steinl
Technik: Fabian Bott, Andreas Eul

     

Autor:

Ursula Jebe

Acht Frauen

Presse | Bilder

Handlung:

Eine Großfamilie, die mit dem zur Familie gehörigen Personal aus acht Frauen und einem Mann besteht, möchte im Rahmen ihres herrschaftlichen Landhauses, zusammen ein Fest feiern. Alle freuen sich auf die Ankunft der älteren Tochter Susanne, die in England studiert und deren Ankunft erwartet wird. Doch die freudige Stimmung aller ist schnell getrübt, als der Hauseigentümer Marcel ermordet aufgefunden wird. Das Haus ist einsam und abgelegen, die Telefonleitungen sind tot und schnell stellt sich heraus, dass nur eine der acht Frauen den Mord begangen haben kann. Es beginnt ein munteres Spiel aus gegenseitigen Verdächtigungen und Anschuldigungen, durch das die Fassade der einzelnen Frauen Kratzer erhält und die wahren Charaktere unter den vorgetäuschten Eigenschaften hervortreten. Waren das Motiv die Geldsorgen von Pierette oder war es doch eher der Neid von Augustine? Aber es könnte auch das Zimmermädchen Louise gewesen sein. Was führte die Ehefrau Gaby im Schilde? … Spannend bis zum Schluss und gepaart mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor und tiefgründigen Sarkasmus sind die “Acht Frauen” eine rundum gelungene, kurzweilige Komödie, die sowohl Männern als auch Frauen gefallen wird.

 

Besetzung:

Regie: Uschi Jebe
Regie-Assistent: Klaus Kolb

Gaby: Marianne Hofmann
Susanne: Britta Olbrich
Catherine: Katharina Wilz
Mamy: Inge Mayer
Augustine: Gabriele Wittemann
Madame Chanel: Rita Mengele
Louise: Carmen Reichenbach
Pierette: Maria Schiller

     

Autor:

Robert Thomas wurde 1927 im Süden Frankreichs geboren und hat nach Überwindung vieler Anfangsschwierigkeiten bereits mit seinem ersten Kriminalstück “Die Falle” (1960) einen derartig durchschlagenden Erfolg, dass Jacques Charon, Doyen und Soçietaire de la Comédie Française, ironisch bemerkt: “Robert Thomas sei wohl der natürliche Sohn von Agathe Christie und Marcel Achard”, während andere in ihm einen “Hitchcock” sehen, der “von Feydeau geschmort wurde”. Eine gewisse geistige Verwandtschaft ist jedenfalls nicht zu verleugnen, denn das Stück hat es bis heute auf die beachtliche Zahl von über 50.000 Vorstellungen in vielen Sprachen und Ländern gebracht, darunter allein in Deutschland auf etwa 1.500!
Sein nächstes Stück, “Acht Frauen” (1962), realisiert einen ähnlichen Rekord, und dann folgen neun weitere Werke, die ebenfalls triumphale Bühnenerfolge in Europa und Übersee verbuchen können und zum Teil auch verfilmt (Regie Alfred Hitchcock) und für das Fernsehen aufgezeichnet wurden. Erinnert sei an die in Deutschland besonders erfolgreichen Aufführungen von “Doppelspiel”, “Der zweite Schuss” sowie “Das Mandarinenzimmer”. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller war Robert Thomas auch Direktor des “Theatre Eduard VII” in Paris, drehte für Darryl Zanuck (Fox-Film) als Filmregisseur die Filme “La Bonne Soupe” und “Patate” und hat sich, last but not least, auch als Schauspieler einen guten Namen gemacht.
Robert Thomas starb am 3. Januar 1989 in Paris.